Sonntag, 25. August 2013

Alpentour 2013

Im August 2013 ging es entlang der Alpen Richtung Frankreich. Der Startschuss fiel am 3. August, der sich im nachhinein als wärmster Tag des Jahres herausstellte. Wie warm sich das anfühlt konnte ich schon bei der Fahrt aus Villach erleben. Wegen dem Ausfall einer Ampel habe ich sicher 20-25 Minuten im Verkehr gekocht, bis es dann endlich in nach Italien ging. Bilanz beim ersten Erfrischungsstopp: 42°C !!! Das nenne ich mal kritisches Fieber.

Ich lasse hier mal die Bilder sprechen, denn der Text muss im Laufe der Zeit noch folgen. ;)


Größere Kartenansicht 

Reihenfolge der befahrenen Länder: Österreich - Italien -Österreich - Deutschland - Österreich - Lichtenstein - Schweiz -Frankreich - Schweiz - Österreich - Deutschland - Österreich

Timmelsjoch auf 2509m

Kaum über die Grenze nach Italien gerollt steht auf der Gegenseite schon die Carabinieri und versuchen noch die letzten Flüchtling in Richtung Österreich mit dem Laser zu erwischen. Oh das fängt ja gut an. Also schön brav weiter fahren und alle entgegenkommenden auf die Kontrolle aufmerksam machen. Jedes Mal bekomme ich den gleichen Rat zurück. Das kann ja was werden. 20km halte ich Ausschau und dann sehe ich Sie endlich am Passo Rombo auf dem Weg zum Timmelsjoch. Gleich 20 Mann stehen da am Straßenrand auf einem kleinen Parkplatz und schauen auf den Verkehr. Uff.

Besser wird es da auf dem Timmelsjoch, im Tunnel gibt es endlich mal eine Abkühlung. Aber trotz der 2500m ü NN  ist es draußen nicht wirklich kühl. Weiter geht es zu meinem Tagesziel, einem Campingplatz bei Imst. Nach 370km rolle ich ein, beziehe meinen Platz und schon fängt es an zu Gewittern. Hoffentlich geht das nicht so weiter. Für die Schweiz ist auch schon dicke Luft angesagt.

Bei einem Bier lerne ich die anderen jungen Camper kennen und wir gehen zusammen in die Pizzeria einen Block etfernt. Als wir gut gesättigt und unterhalten zum Campingplatz zurückkehren, zeigt die Temperaturanzeige der Apotheke noch immer 36°C an. Trotz Abkühlung durch das Gewitter.

Passo Rombo
Um das Unwetter in der Schweiz zu umgehen, treffe ich mich mit meiner Tante und meinem Onkel Auf einem Campingplatz am Bodensee. Auf dem Weg Richtung Norden ist es stürmisch und ich kann manche Kurve ohne Schräglage nehmen, die meisten Geraden allerdings nicht. erfreulicherweise bleibe ich trocken und komme bei bestem Badewetter am See an.
Furkajoch - Eckwald



Oberhalb von Annecy

Aussicht auf dem Campingplatz bei Annecy


Col du Glandon



Col de la Croix de Fer




Route des Cols

In den Hautes Aples





Gleitschirmflieger überm Chabre

Montagne de Chabre



Herrliche Terrasse am Landeplatz unter Kiwis




Segelflieger für Verliebte, man sitzt ausnahmsweise nebeneinander

rechts hinten: Pic de Bure






Fallschirmspringer am Aérodrome de Gap - Tallard

Aérodrome de Gap -Tallard

Saint Vincent les Forts



Verkehrsberuhigung nach französischer Art, sie mögen es wohl rutschig

Radsatzwechsel in München

Mittwoch, 3. Juli 2013

Russland 2013 - MerlinMoto




Heute schauen wir weiter über den eigenen  Tellerrand. Auf der Seite merlinmoto.de kann man den aktuellen Reisebericht vom Merlin lesen. Er ist vor zwei Monaten alleine auf dem Motorrad Richtung Osten aufgebrochen. Seine Reise hat ihn bisher von Hamburg über die Tschechische Republik, Slovenien, Ungarn, Rumänien, die Türkei und Russland bis in die Steppen und Wüsten Kasachstan gebracht. Über Russland und Skandinavien geht es jetzt wieder nach Hause, was noch gute zwei Monate in Anspruch nehmen wird. Die geplante Route sieht man schön im Google.maps-Ausschnitt:


In den Osten 2013 auf einer größeren Karte anzeigen

Ich habe Merlin letztes Jahr auf dem Tesch-Travel-Treffen im belgischen Malmedy kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und weiter auf dem laufenden gehalten.
So eine Reise hat schon seinen Respekt verdient und dann auch noch alleine. Los zu fahren und beim Reisen anzukommen ist erst einmal schwierig. Aber wie sich zeigt, findet man unterwegs immer wieder neue Freunde und entdeckt ungeahnte Möglickeiten. Aber mehr ließt man lieber hier:
merlinmoto.de

 

Spielen im Dreck

Da durften die Jungs mal für artgerechte Bewegung ihrer Moppeds sorgen.
Zusammen  mit Jürgen ging es in das Offroadgelände Bilstain in Belgien. Ein wirklich schönes Gelände mit steinigem Untergrund. Dort können Offroad- und Trial-Parcours befahren werden und zudem ist auch eine Supermoto-Strecke vorhanden. Am besten schaut man selbst mal auf die Website:  http://www.rdmcbilstain.be/


Jürgen mit seinem Erdferkel


Über Stock und Stein ging es erst parallel zum Fluss auf dem Hauptpfad entlang. Von diesem erreicht man alle Stellen im Gelände. Nach einer kurzen Verschnaufpause von der Anfahrt wollten wir über die leichte nördliche Route das Gelände erkunden. Mit dem langen Steilhang hatten wir allerdings nicht gerechnet und ich konnte gleich mal ausprobieren, wie man an einem Steilhang anhält.
Da der rechte Fuß dann doch auf den Boden musste hieß es Motor aus, einkuppeln und in eine neue Position umsortieren. Mit der betätigten Hinterradbremse konnte ich wieder anfahren und zum nächsten Absatz klettern. Mit guten 170kg, die unter einem wegrutschen wollen, fängt man im Sommer doch ganz schön an zu schwitzen. :)

Den Rest der Zeit haben wir noch die verschiedenen Strecken, also die schon besser befahrbaren Bereiche ausprobiert und dabei alle Schlammlöcher mitgenommen. Jürgens Erdferkel hat wirklich jedes Schlammbad genossen. Bei mir war es irgendwann auch egal wie viel Erde ich mitschleppe.


Parkposition erreicht

Nach einer Pause ging es dann noch auf einen Trail-Pfad. Aber wie erwartet war nach einer Weile Schluss, da nur noch eine sehr schmale Spur zwischen dicken Steinbrocken den Hang hinauf führte.
Meine Maschine konnte ich schon vorher in einer Spur mit einem kleinen Baumstamm ohne Seitenständer abstellen. Das große Hindernis liegt dabei noch auf der anderen Seite mit etwas Entfernung zu uns. So siehts ja noch harmlos aus. ;)


Übersichtstafel über das Gelände in Bilstain

Abschließend lässt sich sagen, dass sich der Heidenau K60 gut im Gelände gemacht hat und immer Traktion geboten hat. Durch den gekürzten Federweg und der tief liegenden Befestigung des Hauptständers gab es doch öfter Bodenkontakt als mir lieb war. Dafür soll das Fahrwerk noch auf die alten Federwege zurückgerüstet werden. Der Lenker sitzt für das Fahren im Stehen zu niedrig und sollte auch noch nach oben verlagert werden. Die breiten Krallenfußrasten geben dafür aber einen sicheren Stand.

Ölkühler


Im Zuge der Motorrevision war noch die Montage eines Ölkühlers geplant. Dieser sollte mit Herabsetzung der Öltemperatur einen strapazierfähigen Ölfilm garantieren und die Komponenten im Zylinderkopf und Kolben thermisch weiter entlasten.

Leider konnte ich dieses Vorhaben zum Zeitpunkt der Wiederinbetriebnahme meiner Maschine nicht umsetzen, was mir allerdings wieder Zeit zum Bau einer passenden Halterung für den Kühler gab. Aber wieso selber bauen? Da gibt’s doch schon sicher eine Lösung.

Und zwar im Zubehör. Dort ist ein kleiner Ölkühler erhältlich, der mit einer Halterung am Lichtmaschinendeckel und am Zylinderkopf befestigt wird. Damit sitzt er sehr kompakt am Motor.

Ein wirklich schönes Konzept! Allerdings habe ich auf dem TTT von einem Fahrer erfahren, dass die Kühlleistung in Verbindung mit einem Thermostat für den Sommer zu schwach sein soll und ohne Thermostat im Winter zu einer zu starken Abkühlung führt. Scheint also nur was für den Sommerbetrieb zu sein. Preislich hatte ich auch eine günstigere Lösung angestrebt. Die Idee der Befestigung behielt ich aber im Kopf.

Nach einiger Suche bin ich auf einen gebrauchten Lockhart Ölkühler gestoßen. Etwas größer und feiner gestaltet als das oben beschriebene Exemplar. Zusammen mit einem Mocal Thermostat sollte er in der Steigleitung zum Öltank für die effektivste Kühlung sorgen. Da hier das Motoröl mit der höchsten abgreifbaren Temperatur in den Kühler gelangt. Dann ist natürlich auch die Wirkung am effektivsten.

Eine Halterung am Lichtmaschinedeckel erwies sich leider als geometrisch komplizierte Variante. Wegen den stark beschränkten Platzverhältnissen am großen Kunststofftank gab es leider nur eine umsetzbare Einbaulage: Seitlich vor dem Zylinder.




Das Mocal Thermostat wird hauptsächlich durch die Ölleitungen und eine wohl platzierte Halterung am Anlasserdeckel gehalten. Im kalten Zustand verhindert es den Einfluss des Öls in den Kühlkörper, gibt ihn aber Schrittweise ab einer Temperatur von 74°C frei. Bei 80°C  ist es vollständig geöffnet.





Nach dem komplizierten Versuch doch noch eine Halterung am LiMa-Deckel zu bauen ging ich einen Schritt zurück und mit dem Kühler weiter nach vorne. Eine simplere Befestigung über die Verschraubungen der Motorhalterung versprach eine schnelle Lösung. Aus einem Alu Blech wurde der Rohling zugeschnitten und passend abgekantet.

Rohling der Halterung

Um dem Zylinder nicht die kühlende Luft zu nehmen, habe ich den Halter noch mit Aussparungen versehen. Eine davon ist für die Führung des Kupplungszuges vorgesehen. Im Eifer des Gefechts ist diese zu kurz geworden, da der Lenker einen zu frühen Anschlag berührt.


Zugeschnittener Halter

Was die Öl-Temperatur angeht, hat sich der Einbau wirklich gelohnt. Der Unterschied im Öltank beträgt zwischen 15-20°C zum vorherigen Betriebszustand.

Die Anbringung barg natürlich einige Schwierigkeiten, da der Platz um den Motor herum sehr begrenzt ist und vom großen Tank noch weiter eingeschränkt wird. Dann wird die einzige freie Stelle im Luftstrom wird noch vom Kupplungszug gekreuzt.
In der jetzigen Lage ist der Kühler eher exponiert, kann aber einiges einstecken. Sollte der Kühler dennoch mal zerstört werden, kann man einen der Zulaufschläuche auf die beiden Anschlüsse des Thermostats stecken und seine Fahrt fortführen. Es ist also keine künstlich geschaffene Achillesferse.

Montag, 13. August 2012

Werkzeugfach

Keine neue Erfindung ist das Werkzeugfach aus HT-Rohren, aber eine wohl sehr nützliche.
Die für den Haushalt vorgesehenen Abflussrohre lassen sich in Ihren Bauteilen leicht kombinieren und sind wasserdicht. Daher haben sich schon viele Motorradfahrer vor mir dieser kostengünstigen Methode bedient.


Als Montageort habe ich mir die Position zwischen Motorblock und Vorderrad ausgesucht um den Schwerpunkt möglichst tief zu halten und das Gewicht des Werkzeugs nicht noch auf das Heck zu legen. Dieses muss bereits die Koffer und eine Gepäckrolle im beladenen Zustand tragen.

Bereits zuvor habe ich mir einen Motorschutz aus Aluminium von einem älteren Modell besorgt, dass mit leichten Änderungen den Schutz aus Gitterrohr ersetzt. Das ist auch eine kostengünstige Art den Motor besser gegen Steinschlag und schwere Beschädigungen durch spitze Steine im Gelände zu schützen und senkt das Gewicht wieder minimal.
Durch die großen Bohrungen im Blech lassen sich leicht Befestigungsschrauben mit großen Unterlegscheiben führen, die eine komplizierte Halterung überflüssig machen.

Bauteile:

HT-Langmuffe
HT-Doppelmuffe
2x HT-Muffenstopfen
2x Wandhalterung
Beschläge samt M4 Schrauben und Muttern
M10x60 M10x80 mit Unterlegscheiben und Muttern






Die Doppelmuffe wird auf die Langmuffe gesteckt und beide Ende mit den Muffenstopfen verschlossen.
Die Beschläge werden auf einer Seite mit den Schrauben von Innen nach Außen befestigt. Dabei stehen die Verschlüsse über dem Haltering der Wandhalterung und werden mit gekonterten Muttern in Position gehalten. Die großen M10 Schrauben klemmen mit jeweils zwei Unterlegscheiben das Alublech des Motorschutzes ein und tragen die Wandhalterungen.


 Originaler Motorschutz aus Gitterrohr
Im Vergleich der beiden Bauteile lassen sich die Unterschiede schnell ersehen. Der original verbaute Motorschutz bietet nur mittig im vorderen Bereich ausreichend Schutz gegen Bodenkontakt und seitlich bei flachem Erdboden. Durch das offene Design kommt der Motor optisch besser zur Geltung und kann gut im Fahrtwind auf der Unterseite gekühlt werden.





Motorschutz einer Ténéré 3AJ
Bei der Aluminiumausführung hingegen kann man nur kleine Löcher im Blech erkennen. Bei Spitzen Steinen und Steinschlag hat man hier einen klaren Vorteil. Bei der ersten Testfahrt auf einer Schotterpiste konnte deutlich den Steinschlag hören, der sonst leise an den Motor geprasselt wäre.
Hört sich erst mal schlimmer an, aber es macht deutlich was man vorher nicht gehört hat.






Die Werkzeugrolle mit den gängigen Werkzeugen für die XT. Reifenmontiereisen sollten noch hinzukommen und einige Schraubenschlüssel können bei originalen Schrauben noch weggelassen werden.

          Werkzeug:

          - Schwarzes Isolierband
          - Sicherungssplinte in den gängigen Größen für Bremsgestänge, Federbein,
             Hinterradachse
          - Ventileinsteller und Fühlerlehre
          - Zündkerzenschlüssel
          - Feuerzeug
          - Taschenlampe
          - Draht
          - Zündkerze
          - Bowdenzug-Reparatursatz + Kupplungszug
          - diverse Metallschellen
          - Schraubenschlüssel (Ring+Maul): 7, 8 ,9 ,10, 12, 13, 14, 17, 19, 22
          - Knetmetall
          - Rohrzange
          - Engländer
          - Kupplungshebel
          - Bremshebel
          - Kabelbinder
          - Inbus: 3, 4, 5




Die montierten Beschläge zur Sicherung des Deckels, welche auch mit einem kleinen Schloss versehen werden können. Der gegenüberliegende Deckel kann dann mit 2 Komponentenkleber dauerhaft versiegelt werden. Alternativ kann man auch darauf verzichten und die Kosten um gute 5€ senken.

Freitag, 29. Juni 2012

Natur Pur

Am Samstag war die große XT wieder zusammen genagelt. Alles was den Motor so betreibt und um Ihn herum gebaut ist hat seinen Platz gefunden. Den geplanten Ölkühler habe ich leider noch nicht angebaut. Diese Baustelle folgt also noch zu einem späteren Zeitpunkt.


Mit dem Segen vom TÜV ging es nach erneuter Kontrolle des Ventilspiels dann in die grüne Eifel. Dank des Fußballspiels Deutschland - Italien waren die Straßen endlich wieder angenehm frei.

Für die Wiederinbetriebnahme des Motors richte ich mich nach den Vorgaben von Yamaha. Das bedeutet auf den ersten 150km Drehzahlen über 4.200U/min vermeiden, kleine Abkühlpausen einlegen und schaltfreudig mit wechselnder Geschwindigkeit fahren. Das habe ich dann auch ausgiebig getan und besonders letzteres hat sehr viel Freude bereitet. :)

Die kleine Pause gab es dann zum Beispiel auch an diesem kleinen Strom. Ein Getränk zur Erfrischung und ein gratis Branding an den Händen vom Einstellung der Leerlaufgemischschraube. Gut das der Bach kühlendes Wasser führte.

Im Gegensatz zur aufgeheizten Stadt waren es hier angenehme 25°C.
In Mitten der Eifel fand ich dann einen gesperrten Schotterweg mit sehr schönen leicht geneigten engen Kurvenfolgen. Schöne Landschaft und Ruhe vom Trubel. Zur Sichtung gab es dann ein kleines Reh und einen stattlichen Feldhasen.

Irgendwann musste ich natürlich dem Auto eines Försters oder Jägers begegnen und mich aus dem Staub machen. :P

Die ersten 120km sind jetzt wieder auf der Uhr und machen Lust auf mehr.