Freitag, 13. September 2013

Spielen im Dreck - Teil 2

Mitte September bot sich endlich die Gelegenheit den Gutschein für ein Endurotraining einzulösen. So ging es wieder nach Bilstain, doch diesmal mit einer Leih-Maschine und zu einem ordentlichen Grundkurs. Angeboten wird dieser von Stefan über seine Website: Stefans Endurotraining

Es ist doch erstaunlich welche kleinen Fehler man doch heimlich mit sich rumträgt und noch ausbügeln kann. In den zwei Tagen kann man vieles lernen und auffrischen. Als wir am Sonntag mit allen Übungen durch waren, haben wir noch möglichst viele Routen auf dem Gelände erkundet. Und mit voranschreitender Zeit wird schnell deutlich, wie anstrengend das ist.

Die wichtigste Lektion lautet: Üben, üben und nochmals üben. Um es im Gelände zumindest vom Gewicht her leichter zu haben, werde ich meinen zweiten Stoppelhopser wieder fit machen.

In den Pausen gab es immer eine gute Unterhaltung durch den Supermoto Kurs auf der anderen Strecke und abends nette Gespräche mit dem "Yamaha Fanclub". Vielen Dank für die Fahrt mit der TT350. :)

Das Fahrerlager

Die Sumo-Strecke nebenan

und hier gehts mit Vollgas auf die Gerade :)

Sonntag, 25. August 2013

Alpentour 2013

Im August 2013 ging es entlang der Alpen Richtung Frankreich. Der Startschuss fiel am 3. August, der sich im nachhinein als wärmster Tag des Jahres herausstellte. Wie warm sich das anfühlt konnte ich schon bei der Fahrt aus Villach erleben. Wegen dem Ausfall einer Ampel habe ich sicher 20-25 Minuten im Verkehr gekocht, bis es dann endlich in nach Italien ging. Bilanz beim ersten Erfrischungsstopp: 42°C !!! Das nenne ich mal kritisches Fieber.

Ich lasse hier mal die Bilder sprechen, denn der Text muss im Laufe der Zeit noch folgen. ;)


Größere Kartenansicht 

Reihenfolge der befahrenen Länder: Österreich - Italien -Österreich - Deutschland - Österreich - Lichtenstein - Schweiz -Frankreich - Schweiz - Österreich - Deutschland - Österreich

Timmelsjoch auf 2509m

Kaum über die Grenze nach Italien gerollt steht auf der Gegenseite schon die Carabinieri und versuchen noch die letzten Flüchtling in Richtung Österreich mit dem Laser zu erwischen. Oh das fängt ja gut an. Also schön brav weiter fahren und alle entgegenkommenden auf die Kontrolle aufmerksam machen. Jedes Mal bekomme ich den gleichen Rat zurück. Das kann ja was werden. 20km halte ich Ausschau und dann sehe ich Sie endlich am Passo Rombo auf dem Weg zum Timmelsjoch. Gleich 20 Mann stehen da am Straßenrand auf einem kleinen Parkplatz und schauen auf den Verkehr. Uff.

Besser wird es da auf dem Timmelsjoch, im Tunnel gibt es endlich mal eine Abkühlung. Aber trotz der 2500m ü NN  ist es draußen nicht wirklich kühl. Weiter geht es zu meinem Tagesziel, einem Campingplatz bei Imst. Nach 370km rolle ich ein, beziehe meinen Platz und schon fängt es an zu Gewittern. Hoffentlich geht das nicht so weiter. Für die Schweiz ist auch schon dicke Luft angesagt.

Bei einem Bier lerne ich die anderen jungen Camper kennen und wir gehen zusammen in die Pizzeria einen Block etfernt. Als wir gut gesättigt und unterhalten zum Campingplatz zurückkehren, zeigt die Temperaturanzeige der Apotheke noch immer 36°C an. Trotz Abkühlung durch das Gewitter.

Passo Rombo
Um das Unwetter in der Schweiz zu umgehen, treffe ich mich mit meiner Tante und meinem Onkel Auf einem Campingplatz am Bodensee. Auf dem Weg Richtung Norden ist es stürmisch und ich kann manche Kurve ohne Schräglage nehmen, die meisten Geraden allerdings nicht. erfreulicherweise bleibe ich trocken und komme bei bestem Badewetter am See an.
Furkajoch - Eckwald



Oberhalb von Annecy

Aussicht auf dem Campingplatz bei Annecy


Col du Glandon



Col de la Croix de Fer




Route des Cols

In den Hautes Aples





Gleitschirmflieger überm Chabre

Montagne de Chabre



Herrliche Terrasse am Landeplatz unter Kiwis




Segelflieger für Verliebte, man sitzt ausnahmsweise nebeneinander

rechts hinten: Pic de Bure






Fallschirmspringer am Aérodrome de Gap - Tallard

Aérodrome de Gap -Tallard

Saint Vincent les Forts



Verkehrsberuhigung nach französischer Art, sie mögen es wohl rutschig

Radsatzwechsel in München

Mittwoch, 3. Juli 2013

Russland 2013 - MerlinMoto




Heute schauen wir weiter über den eigenen  Tellerrand. Auf der Seite merlinmoto.de kann man den aktuellen Reisebericht vom Merlin lesen. Er ist vor zwei Monaten alleine auf dem Motorrad Richtung Osten aufgebrochen. Seine Reise hat ihn bisher von Hamburg über die Tschechische Republik, Slovenien, Ungarn, Rumänien, die Türkei und Russland bis in die Steppen und Wüsten Kasachstan gebracht. Über Russland und Skandinavien geht es jetzt wieder nach Hause, was noch gute zwei Monate in Anspruch nehmen wird. Die geplante Route sieht man schön im Google.maps-Ausschnitt:


In den Osten 2013 auf einer größeren Karte anzeigen

Ich habe Merlin letztes Jahr auf dem Tesch-Travel-Treffen im belgischen Malmedy kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und weiter auf dem laufenden gehalten.
So eine Reise hat schon seinen Respekt verdient und dann auch noch alleine. Los zu fahren und beim Reisen anzukommen ist erst einmal schwierig. Aber wie sich zeigt, findet man unterwegs immer wieder neue Freunde und entdeckt ungeahnte Möglickeiten. Aber mehr ließt man lieber hier:
merlinmoto.de

 

Spielen im Dreck

Da durften die Jungs mal für artgerechte Bewegung ihrer Moppeds sorgen.
Zusammen  mit Jürgen ging es in das Offroadgelände Bilstain in Belgien. Ein wirklich schönes Gelände mit steinigem Untergrund. Dort können Offroad- und Trial-Parcours befahren werden und zudem ist auch eine Supermoto-Strecke vorhanden. Am besten schaut man selbst mal auf die Website:  http://www.rdmcbilstain.be/


Jürgen mit seinem Erdferkel


Über Stock und Stein ging es erst parallel zum Fluss auf dem Hauptpfad entlang. Von diesem erreicht man alle Stellen im Gelände. Nach einer kurzen Verschnaufpause von der Anfahrt wollten wir über die leichte nördliche Route das Gelände erkunden. Mit dem langen Steilhang hatten wir allerdings nicht gerechnet und ich konnte gleich mal ausprobieren, wie man an einem Steilhang anhält.
Da der rechte Fuß dann doch auf den Boden musste hieß es Motor aus, einkuppeln und in eine neue Position umsortieren. Mit der betätigten Hinterradbremse konnte ich wieder anfahren und zum nächsten Absatz klettern. Mit guten 170kg, die unter einem wegrutschen wollen, fängt man im Sommer doch ganz schön an zu schwitzen. :)

Den Rest der Zeit haben wir noch die verschiedenen Strecken, also die schon besser befahrbaren Bereiche ausprobiert und dabei alle Schlammlöcher mitgenommen. Jürgens Erdferkel hat wirklich jedes Schlammbad genossen. Bei mir war es irgendwann auch egal wie viel Erde ich mitschleppe.


Parkposition erreicht

Nach einer Pause ging es dann noch auf einen Trail-Pfad. Aber wie erwartet war nach einer Weile Schluss, da nur noch eine sehr schmale Spur zwischen dicken Steinbrocken den Hang hinauf führte.
Meine Maschine konnte ich schon vorher in einer Spur mit einem kleinen Baumstamm ohne Seitenständer abstellen. Das große Hindernis liegt dabei noch auf der anderen Seite mit etwas Entfernung zu uns. So siehts ja noch harmlos aus. ;)


Übersichtstafel über das Gelände in Bilstain

Abschließend lässt sich sagen, dass sich der Heidenau K60 gut im Gelände gemacht hat und immer Traktion geboten hat. Durch den gekürzten Federweg und der tief liegenden Befestigung des Hauptständers gab es doch öfter Bodenkontakt als mir lieb war. Dafür soll das Fahrwerk noch auf die alten Federwege zurückgerüstet werden. Der Lenker sitzt für das Fahren im Stehen zu niedrig und sollte auch noch nach oben verlagert werden. Die breiten Krallenfußrasten geben dafür aber einen sicheren Stand.

Ölkühler


Im Zuge der Motorrevision war noch die Montage eines Ölkühlers geplant. Dieser sollte mit Herabsetzung der Öltemperatur einen strapazierfähigen Ölfilm garantieren und die Komponenten im Zylinderkopf und Kolben thermisch weiter entlasten.

Leider konnte ich dieses Vorhaben zum Zeitpunkt der Wiederinbetriebnahme meiner Maschine nicht umsetzen, was mir allerdings wieder Zeit zum Bau einer passenden Halterung für den Kühler gab. Aber wieso selber bauen? Da gibt’s doch schon sicher eine Lösung.

Und zwar im Zubehör. Dort ist ein kleiner Ölkühler erhältlich, der mit einer Halterung am Lichtmaschinendeckel und am Zylinderkopf befestigt wird. Damit sitzt er sehr kompakt am Motor.

Ein wirklich schönes Konzept! Allerdings habe ich auf dem TTT von einem Fahrer erfahren, dass die Kühlleistung in Verbindung mit einem Thermostat für den Sommer zu schwach sein soll und ohne Thermostat im Winter zu einer zu starken Abkühlung führt. Scheint also nur was für den Sommerbetrieb zu sein. Preislich hatte ich auch eine günstigere Lösung angestrebt. Die Idee der Befestigung behielt ich aber im Kopf.

Nach einiger Suche bin ich auf einen gebrauchten Lockhart Ölkühler gestoßen. Etwas größer und feiner gestaltet als das oben beschriebene Exemplar. Zusammen mit einem Mocal Thermostat sollte er in der Steigleitung zum Öltank für die effektivste Kühlung sorgen. Da hier das Motoröl mit der höchsten abgreifbaren Temperatur in den Kühler gelangt. Dann ist natürlich auch die Wirkung am effektivsten.

Eine Halterung am Lichtmaschinedeckel erwies sich leider als geometrisch komplizierte Variante. Wegen den stark beschränkten Platzverhältnissen am großen Kunststofftank gab es leider nur eine umsetzbare Einbaulage: Seitlich vor dem Zylinder.




Das Mocal Thermostat wird hauptsächlich durch die Ölleitungen und eine wohl platzierte Halterung am Anlasserdeckel gehalten. Im kalten Zustand verhindert es den Einfluss des Öls in den Kühlkörper, gibt ihn aber Schrittweise ab einer Temperatur von 74°C frei. Bei 80°C  ist es vollständig geöffnet.





Nach dem komplizierten Versuch doch noch eine Halterung am LiMa-Deckel zu bauen ging ich einen Schritt zurück und mit dem Kühler weiter nach vorne. Eine simplere Befestigung über die Verschraubungen der Motorhalterung versprach eine schnelle Lösung. Aus einem Alu Blech wurde der Rohling zugeschnitten und passend abgekantet.

Rohling der Halterung

Um dem Zylinder nicht die kühlende Luft zu nehmen, habe ich den Halter noch mit Aussparungen versehen. Eine davon ist für die Führung des Kupplungszuges vorgesehen. Im Eifer des Gefechts ist diese zu kurz geworden, da der Lenker einen zu frühen Anschlag berührt.


Zugeschnittener Halter

Was die Öl-Temperatur angeht, hat sich der Einbau wirklich gelohnt. Der Unterschied im Öltank beträgt zwischen 15-20°C zum vorherigen Betriebszustand.

Die Anbringung barg natürlich einige Schwierigkeiten, da der Platz um den Motor herum sehr begrenzt ist und vom großen Tank noch weiter eingeschränkt wird. Dann wird die einzige freie Stelle im Luftstrom wird noch vom Kupplungszug gekreuzt.
In der jetzigen Lage ist der Kühler eher exponiert, kann aber einiges einstecken. Sollte der Kühler dennoch mal zerstört werden, kann man einen der Zulaufschläuche auf die beiden Anschlüsse des Thermostats stecken und seine Fahrt fortführen. Es ist also keine künstlich geschaffene Achillesferse.