Mittwoch, 3. Juli 2013

Ölkühler


Im Zuge der Motorrevision war noch die Montage eines Ölkühlers geplant. Dieser sollte mit Herabsetzung der Öltemperatur einen strapazierfähigen Ölfilm garantieren und die Komponenten im Zylinderkopf und Kolben thermisch weiter entlasten.

Leider konnte ich dieses Vorhaben zum Zeitpunkt der Wiederinbetriebnahme meiner Maschine nicht umsetzen, was mir allerdings wieder Zeit zum Bau einer passenden Halterung für den Kühler gab. Aber wieso selber bauen? Da gibt’s doch schon sicher eine Lösung.

Und zwar im Zubehör. Dort ist ein kleiner Ölkühler erhältlich, der mit einer Halterung am Lichtmaschinendeckel und am Zylinderkopf befestigt wird. Damit sitzt er sehr kompakt am Motor.

Ein wirklich schönes Konzept! Allerdings habe ich auf dem TTT von einem Fahrer erfahren, dass die Kühlleistung in Verbindung mit einem Thermostat für den Sommer zu schwach sein soll und ohne Thermostat im Winter zu einer zu starken Abkühlung führt. Scheint also nur was für den Sommerbetrieb zu sein. Preislich hatte ich auch eine günstigere Lösung angestrebt. Die Idee der Befestigung behielt ich aber im Kopf.

Nach einiger Suche bin ich auf einen gebrauchten Lockhart Ölkühler gestoßen. Etwas größer und feiner gestaltet als das oben beschriebene Exemplar. Zusammen mit einem Mocal Thermostat sollte er in der Steigleitung zum Öltank für die effektivste Kühlung sorgen. Da hier das Motoröl mit der höchsten abgreifbaren Temperatur in den Kühler gelangt. Dann ist natürlich auch die Wirkung am effektivsten.

Eine Halterung am Lichtmaschinedeckel erwies sich leider als geometrisch komplizierte Variante. Wegen den stark beschränkten Platzverhältnissen am großen Kunststofftank gab es leider nur eine umsetzbare Einbaulage: Seitlich vor dem Zylinder.




Das Mocal Thermostat wird hauptsächlich durch die Ölleitungen und eine wohl platzierte Halterung am Anlasserdeckel gehalten. Im kalten Zustand verhindert es den Einfluss des Öls in den Kühlkörper, gibt ihn aber Schrittweise ab einer Temperatur von 74°C frei. Bei 80°C  ist es vollständig geöffnet.





Nach dem komplizierten Versuch doch noch eine Halterung am LiMa-Deckel zu bauen ging ich einen Schritt zurück und mit dem Kühler weiter nach vorne. Eine simplere Befestigung über die Verschraubungen der Motorhalterung versprach eine schnelle Lösung. Aus einem Alu Blech wurde der Rohling zugeschnitten und passend abgekantet.

Rohling der Halterung

Um dem Zylinder nicht die kühlende Luft zu nehmen, habe ich den Halter noch mit Aussparungen versehen. Eine davon ist für die Führung des Kupplungszuges vorgesehen. Im Eifer des Gefechts ist diese zu kurz geworden, da der Lenker einen zu frühen Anschlag berührt.


Zugeschnittener Halter

Was die Öl-Temperatur angeht, hat sich der Einbau wirklich gelohnt. Der Unterschied im Öltank beträgt zwischen 15-20°C zum vorherigen Betriebszustand.

Die Anbringung barg natürlich einige Schwierigkeiten, da der Platz um den Motor herum sehr begrenzt ist und vom großen Tank noch weiter eingeschränkt wird. Dann wird die einzige freie Stelle im Luftstrom wird noch vom Kupplungszug gekreuzt.
In der jetzigen Lage ist der Kühler eher exponiert, kann aber einiges einstecken. Sollte der Kühler dennoch mal zerstört werden, kann man einen der Zulaufschläuche auf die beiden Anschlüsse des Thermostats stecken und seine Fahrt fortführen. Es ist also keine künstlich geschaffene Achillesferse.

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